
Sehr ausführlich, aber nichts für Leihen - In diesem Buch findet man so ziemlich jede Information, die man braucht. Allerdings sind viele Sachverhalte so kompliziert geschrieben, dass es ein wenig Sachkenntniss benötigt, sie zu verstehen. Es wird sehr oft vom Hundertsten ins Tausendste gegangen (was bei ernsthaften Studien ja auch wünschenswert ist).Allen, die sich ernsthaft über ihr ganzes Studium mit dem Thema Bodenkunde befassen wollen/müssen, kann ich dieses Buch sehr empfehlen, für Anfänger empfehle ich jedoch Bodenkunde in Stichworten von Diedrich Schroeder.
Didaktischer Schrott - Es ist mir vollkommen rätselhaft, was meine Mitrezensenten dazu bringt dieses Buch zu loben. Ich bereite mich gerade mit Hilfe dieses Machwerks auf eine Klausur vor (oder vielmehr: ich versuche es) und bin völlig frustriert.Meines Erachtens ist dieses Buch, wie leider so viele andere deutsche Lehrbücher auch, didaktischer Schrott. Wahrscheinlich ist es inhaltlich vollständig und richtig (das kann ich nicht beurteilen, ich vermute es aber mal, nachdem es von vielen Professoren empfohlen wird), der Stoff wird aber grottenschlecht präsentiert: Die Informationen werden einfach in einem Fließtext ohne Struktur oder Prioritätensetzung heruntergeschrieben und wirken teilweise willkürlich zusammengestellt, viele Begriffe und Zusammenhänge werden nicht erklärt sondern einfach vorausgesetzt, die Gliederung ist schlecht, es sind zu wenig Graphiken und Zusammenfassung enhalten. Also ein Buch in dem man alles wiederfindet, wenn man den Stoff schon kennt, aber aus dem man sich nur mit viel Mühe etwas neu aneignen kann.
zu wenig Fotos, sonst super - Als ich mich für ein Bodenkunde-Buch zu entscheiden hatte, gab es noch kein Search Inside, und die Rezensionen für dieses Buch waren ähnlich positiv wie für den Konkurrenten Kuntze/Röschmann/Schwerdtfeger. Über eine Websuche kam ich zu einer Sammlung von Definitionen des Wortes Boden. Danach wusste ich, welches Buch ich wollte, denn Scheffer/Schachtschabel hat die mit Abstand einfachste und einleuchtendste Definition anzubieten. Diese einfache, verständliche Sprache zieht sich durch das ganze Buch, obwohl es von einer Vielzahl von Autoren verfasst wurde. Scheffer und Schachtschabel sind beide bereits verstorben, die letzte Auflage wurde von 14 anderen Autoren bearbeitet.In Verbindung mit einem gelungenen Layout (gute Raumausnutzung, hervorhebung wichtiger Stichwörter) lädt das Buch zum Lesen ein, ja ich würde es sogar fesselnd nennen. Jedenfalls ansprechender als die meisten anderen Lehrbücher auf Uni-Niveau.Zum Inhalt brauche ich nicht viel sagen, weil sich ohnehin das komplette Inhaltsverzeichnis über Search Inside abrufen lässt. Das Kapitel Bodenphysik beschreibt v.a. die Bodenstruktur und hat wenig mit dem Formellernen zu tun, auf das sich die Physik sonst gerne beschränkt. Im Kapitel über Systematik wird das Chaos der Klassifikationssysteme bewundernswert sachlich-detailliert abgehandelt. Die umfangreichen Literaturlisten am Ende der Kapitel sind meiner Meinung nach nur für jene Leser von Interesse, die selber wissenschaftlich tätig sind.Leider habe ich auch einen Kritikpunkt anzubringen, der Studenten möglicherweise nicht betrifft, weil sie bei Exkursionen dieses Manko wettmachen können und weil sie in erster Linie für die Prüfungen lernen. Autodidakte wie ich werden hingegen im Regen stehen gelassen. Ich meine damit die Fotos von Bodenprofilen. Diese Fotos beschränken sich nämlich auf insgesamt 1 Seite - außer dem Buchdeckel die einzige mehrfarbige Seite im ganzen Buch - und sind zudem ziemlich unscharf.Etwas weniger wichtig, aber der Vollständigkeit halber, möchte ich hier meine Besorgnis anmerken, wenn allgemeine Lehrbücher ohne besonderen Grund zur Deutschlandlastigkeit tendieren (z.B. Kapitel 10.1). Die Autoren mögen doch bitte bedenken, dass wegen der gemeinsamen Sprache auch österreichische und Schweizer Leser zum Käuferkreis gehören.Weil ich den Rest aber für sehr gelungen halte und nicht 4½ Sterne vergeben kann und weil ich weiters zu dem Buch keine Alternative sehe, kriegt es 5 Sterne...
Dieses Buch ist ausgezeichnet! - Alles Wissenswerte was es über Bodenarten und Bodentypen zu wissen gibt steht in diesem Buch. Nicht umsonst ist es Standardwerk in allen Universitäten die auch nur irgendetwas mit Boden zu tun haben. Sicher kein ganz einfacher Stoff. Ein Lesebuch ist es deshalb nicht aber ein ausgezeichnetes Lernbuch!
Bodenkunde einmal extra kompliziert - Dieses Lehrbuch zur Bodenkunde ist meiner Meinung nach eines des kompliziertesten und am schwierigsten zu verstehende Buch, das in die Thematik der Bodenkunde einführen soll. In ihm werden alle wichtigen Themen der Bodenkunde in einer sinnvollen Reihenfolge (Entstehung und Zusammensetzung der Böden [anorganisches und organisches Ausgangsmaterial, Verwitterung, Körnung,...], Eigenschaften der Böden [Kationenaustausch, Bodengefüge, Bodenwasser, -luft, Nährstoffe,...], Bodengenetik und Bodensystematik [Faktoren und Prozesse der Bodenentwicklung, Bodensystematik, Böden Mitteleuropas,...], Bodenverbreitung und Bodenbewertung) behandelt, doch ist die Darstellung vielfach so komplex, daß man viel Zeit braucht, um sich in das Thema einzuarbeiten. Dies ist gerade bei der Vorbereitung auf Prüfungen ein großer Nachteil, deshalb seien an dieser Stelle zwei andere Bücher der Bodenkunde erwähnt, die sich gerade bei der Vorbereitung auf eine Prüfung deutlich besser eignen: Bodenkunde von Kuntze /Roeschmann / Schwerdtfeger (auch mit Mängeln, aber etwas besser zu Lesen und Bodenkunde in Stichworten von Schroeder (sehr geringer Umfang, leicht zu verstehen, aber für den Umfang den dieses Buch bietet deutlich überteuert). Durch sehr viele komplizierte Graphiken und Diagramme wirkt das Buch schon auf den ersten Blick etwas abschreckend und diesen Schreck wird man auch im weiteren Verlauf des Lesens nicht mehr los. Der Scheffer / Schachtschnabel eignet sich sicher als vertiefende Lektüre zum Kuntze und ist meiner Meinung nach als Einstiegsbuch nicht zu empfehlen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)